OPUS POSTH./GRINDENKO,TATIANA :: TEMENOS-STABAT MATER/REQUIEM

OPUS POSTH./GRINDENKO,TATIANA - TEMENOS-STABAT MATER/REQUIEM
Interpret OPUS POSTH./GRINDENKO,TATIANA
Titel TEMENOS-STABAT MATER/REQUIEM
Format CD
Bestell- Nr. 04619
Veröffentlicht 06/2010
 
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Die Allgegenwart des Todes und des grossen Rätsels, um eines der existenziellsten Geheimnisse schlechthin, ist das Thema in den beiden Werken des russischen Komponisten Vladimir Martynov. In seinem "Stabat Mater" verweist Martynov auf die frühe organale Praxis der ersten Jahrtausendwende, auf die Gewinnung der Dur- und Moll-Tonleitern aus den Kirchentonarten; Spiegelung von Stimmen mit Abwärts- gegen Aufwärtsbewegungen; dann die von Blacher und Messiaen zu Kompositionsprinzipien gewonnenen Techniken des "Wachsens und Schrumpfens" von musikalischen Elementen. Und immer wieder die Repetition, das ehedem minimalistischen Reihungsprinzip, das Vladimir Martynov nicht übernimmt, aber durchklingen lässt.

Der mit Arvo Pärt befreundete Komponist "der neuen Einfachheit", kommt in seinem "Requiem" sowohl auf den ursprünglichen Anspruch der Theologie als auch auf den unverbildeten Frömmigkeits-Charakter der Totenmesse zurück: Nicht Trauer über den Verlust, sondern transzendierende Bitte um die "ewige Ruhe" und ein "immerwährendes Licht". Deshalb stimmt Martynovs Requiem nicht traurig, sondern öffnet sich der Freude über die Begegnung mit dem Licht. Beide Werke erfahren insbesondere durch die Interpretations- und Gesangstechniken des russischen Kammerchores Sirin sowie einer weiteren Gesangsformation mit dem Namen Alkonost eine völlig neue Bedeutung innerhalb der Aufführungsebene sakraler Musik.

Titlellisting :: Hörproben

STABAT MATER   [1.12]
O QUAM TRISTIS   [2.37]
QUIS EST HOMO   [2.55]
PRO PECCATIS   [2.41]
EIA,MATER   [9.17]
VIRGO VIRGINUM   [5.42]
INTROITUS   [3.32]
KYRIE   [8.45]
SEQUENZ   [7.17]
OFFERTORIUM   [5.22]
SANCTUS   [7.56]
AGNUS DIE   [2.37]
LUX AETERNA   [8.32]