Die Konzerte in D-dur KV 218 und in A-dur KV 219 sind wie die drei übrigen gesicherten Violinkonzerte Mozarts im Jahre 1775 entstanden. Mozart war damals neunzehn Jahre alt und Konzertmeister an der fürstlich-erzbischöflichen Hofkapelle seiner Heimatstadt Salzburg. Man pflegt jene Salzburger Jahre vor der Reise nach Mannheim und Paris (1777/79) als die "galante" Epoche in Mozarts Leben zu bezeichnen. Die Kompositionen aus dieser Zeit entsprechen dem Bild vom heiteren Mozart, vom "Raffael der Musik", vom Meister, der "den Gärungsprozess der Leidenschaften nicht im Kunstwerk vollzog, sondern, nachdem er alles Unreine und Trübe vollständig bewältigt hat, dir reine vollendete Schönheit hervorhob" (Jahn).
Mozarts Violinkonzerte könnte man als besondere Formen des Divertimento bezeichnen und mit den Serenaden vergleichen, die Mozart damals in Salzburg schrieb. Das Gefällige und Liedhafte formt den melodischen Stil. Die Regionen des Schmerzes, der Trauer scheinen verbannt. Der Hörer betritt eine arkadische Landschaft, in der Anmut und Heiterkeit dominieren.
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