De Randfichten

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Die Gruppe mit dem seltsamen Namen wurde von Thomas (Rups) Unger und Michael (Michl) Rostig zunächst als Original Arzgebirgische Randfichten 1992 gegründet. Randfichten sind übrigens solche Bäume am Rande des Waldes, die aufgrund ihrer exponierten Lage den Wetter- und Witterungseinflüssen besonders ausgesetzt sind und daher vergleichsweise stark und widerstandsfähig sein müssen.
Die Gruppe, seit 1994 noch mit Doris Mühlig (gest. 17.10.2004), aus Johanngeorgenstadt nahe der tschechischen Grenze hatte anfangs eher zum Vergnügen auf vornehmlich privaten Veranstaltungen gespielt. Ihre Auftritte wurden zunehmend professioneller und ihr gewitztes musikalisches Programm abwechslungsreicher. Thomas (Lauti) Lauterbach kam 1997 wegen krankheitsbedingtem Ausscheiden von Doris Mühlig zu den Randfichten.
Sie müssen aus ganz besonderem Holz geschnitzt sein. Ihre Single “Lebt denn dr alte Holzmichl noch?” ist längst weit über die Grenzen von Sachsen hinaus ein absoluter Kulthit. Allein infolge von Mundpropaganda und ihren zahlreichen Konzerten, bei denen seitdem dieses Lied um einen gebrechlichen Holzfäller geradezu zelebriert wird, verkaufte sich die live aufgenommene Single, die im Sommer 2002 erstmals erschien, sage und schreibe 50.000 mal.
Die Mischung aus schwungvoll intonierten Volksweisen aus dem Erzgebirge und eigenen Liedern, die auf originelle Art und Weise ganz alltägliche Dinge ebenso wie die Menschen ihrer Umgebung karikieren, traf den Nerv bei jung und alt. Bereits auf dem im November 1997 erschienenen Debütalbum “Do pfeift dr Fuchs” – selbiges Tier ist seither Maskottchen der Randfichten – fanden sich legendäre Nummern wie “De Spackfettbemm” (Schmalzbrot mit Grieben) oder der Titelsong, die heute nicht mehr aus dem Programm wegzudenken sind. Die Fans der Randfichten machten es sich nämlich schon bald zur lieben Gewohnheit und pilgerten zu den Konzerten mit selbst geschnitzten oder sonst – wie gebastelten Gegenständen, um diese bei den entsprechenden Liedern wild in der Luft zu schwenken. Schmalzbrötchen aus Pappmaschee (“De Spackfettbemm”), auf Holzgabeln gesteckte Tennisbälle (“Griene Kließ un Schwammebrie”, also Grüne Klöße mit Pilzsoße), ja selbst ausgestopfte Füchse wurden angeschleppt. Und natürlich jede Menge Räuchermännchen, die Holzkunstspezialität aus dem Erzgebirge schlechthin, wobei der “Holzmichl” sicherlich nun der prominenteste ist.
Im Winter 2003/04 wurde dr Holzmichl auf zahlreichen Wintersportveranstaltungen wie der Biathlon-Weltmeisterschaft in Oberhof gespielt und erlangte dadurch auch überregionale Bekanntheit. Im Februar 2004 wurde es daher als Single veröffentlicht. Diese Single wurde von vielen Radio- und Musikfernsehstationen nahezu boykottiert. Dass dieser Boykott keinerlei Wirkung zeigte, beweist die Tatsache, dass das Lied zur meistverkauften deutschsprachigen Single im Jahr 2004 wurde. Vom 16. Februar 2004 bis zum 7. März 2005 war das Lied insgesamt 56 Wochen in den offiziellendeutschen Verkaufscharts. Es gibt in der gesamten deutschen Hitparadengeschichte nur ein halbes Dutzend Lieder, die es auf mehr als ein Jahr gebracht haben. Sowohl die Single als auch das zugehörige Album erreichten Platin. De Randfichten erhielten neben vielen anderen Ehrungen den ECHO in Berlin im April 2005 für den erfolgreichen Verkauf des Liedes vom alten Holzmichl „Gruppe des Jahres national, Volkstümliche Musik“.
Mit dem Holzmichl erreichten De Randfichten auch ein Publikum außerhalb der Volksmusikszene. Unter anderem traten sie als erste volkstümliche Musikgruppe in Sendungen wie „Top of the Pops“ oder „The Dome“ auf.

Im Juni 2014 verließ Thomas „Rups“ Unger auf eigenen Wunsch De Randfichten. Das Fantreffen am 21.06.2014 war das letzte Konzert in der Besetzung „Michl-Rups-Lauti“.
Aber de Randfichten gibt es weiterhin mit Marion (de Pfeif) Frank vom Erzgebirgsduo „De Orgelpfeifen“. De Randfichten & de Pfeif zeigen ihre musikalisch neuen Möglichkeiten dem Publikum. Das Programm bietet dabei eine breite Palette, zum einen die bekannten Hits der Randfichten in ihrem Sound als auch neue Lieder. Unterstützt von einer Band verbindet sich Marions unverwechselbare Frauenstimme mit dem bekannten Randfichtensound. Somit steht dem Fortbestand der Randfichten nichts im Wege.


Homepage
www.randfichten.de

 
Foto: digitalfotodesign.de


Foto: Schumann & Stingl


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