ARGERICH,MARTHA :: PROKOFIEFF/RAVEL (180G)

ARGERICH,MARTHA - PROKOFIEFF/RAVEL (180G)
Interpret ARGERICH,MARTHA
Titel PROKOFIEFF/RAVEL (180G)
Format LP
Bestell- Nr. 139349
Veröffentlicht 12/2010
 
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Serge Prokofieff, zwischen den beiden Weltkriegen als Komponist wie als Pianist gleicherweise weltbekannt geworden, schrieb seine Klavierwerke vor allem zu Zwecken der eigenen Konzertkarriere (nicht anders wie Mozart, Beethoven, Liszt, Bartok, Strawinksky und andere mehr). Ausser Etüden, Charakterstücken, Sonatinen und neun Sonaten zählt seine Hinterlassenschaft für Klavier fünf Konzerte, unter ihnen das vierte für die linke Hand allein (S. Rapp gewidmet), dazu ein 1952 begonnenes, unvollendetes sechstes für zwei Klaviere und Streichorchester. Jedes der fünf zwischen 1912 und 1932 enstandenen Klavierkonzerte zeugt von den stilistischen wie von den spieltechnischen Eigenheiten und Wandlungen des russischen Komponisten. Gemeinsam sind ihnen ein bald perkussiver, bald burlesker Schlagstil für die Allegrosätze, eine grossbogige modale (kirchentonartige) Stimmverflechtung für die lyrischen Sätze und insgesamt eine polytonale Klangtextur bei stets farbiger Instrumentation. Moskau, Paris, Chikago und zweimal Berlin waren die Uraufführungsplätze der vom Expressionismus bis zur Neoklassik reichenden Konzertwerke von und mit Prokofieff.

Das 3. Klavierkonzert, C-dur op.26, entstand 1916 - 1921, vornehmlich in den Jahren der ersten Weltreise des Komponisten-Interpreten, die ihn seit 1918 von Petrograd über Tokio nach Nordamerika führte (Uraufführung: Chikago, 16. Dezember 1921). Das Werk ist dreisätzig. Das kurze Einleitungs-Andante wird im Allegro-Hauptsatz für ein russisch getöntes lyrisches Seitenthema wirksam. Dieses bestreitet weithin auch dir Durchführung des Satzes, dessen Allegro-Charakter durch immer neu anrollende Passagen charakterisiert bleibt. Das verfremdet marschartige Andantino-Thema des Mittelsatzes wird in fünf Charakter-Variationen abgewandelt, die sich durch kontrastierende Klangfarbenregister gegeneinander abheben. Das Allegro-Finale greift den tokkatenartigen Typ des Kopfsatzes wieder auf, diesmal aufwendiger in den rhythmischen Akzentuierungen und Aufschwüngen.
Maurice Ravel, neben und nach Debussy der stilprägendste unter den westeuropäischen Komponisten im Übergang vom Impressionismus zur Moderne, schrieb ausser seinen so zahlreichen wie gewichtigen Stücken und Zyklen für Klavier solo in seiner letzten Schaffenszeit, 1929-1932, auch zwei Konzerte für Klavier und Orchester: das D-dur Konzert für die linke Hand allen (Paul Wittgenstein zugeeignet) und das G-dur Konzert.

Am 14. Januar 1932 in Paris unter Leitung des Komponisten mit Marguerite Long als Solistin, der das Werk auch gewidmet ist, uraufgeführt, wurde es zu einem der meistgespielten Klavierkonzerte des bisherigen 20. Jahrhunderts. Der 1.Satz, Allegramente, trägt Scherzando-Charakter. Das erste, tänzerische Thema zeigt gewisse Verwandtschaftszüge zu Strawinskys "Petruschka" (Paris 1911). Die Durchführung des Satzes ist von jazzoiden Episoden durchsetzt, Reflektionen der Amerikareisen des Komponisten. Für den 2. Satz, Adagio assai, ein weitgespanntes bukolische Notturno, nahm sich Ravel erklärtermassen des Larghetto aus Mozarts Klarinettenquintett zum klangästhetischen Leitbild. Im 3. Satz, Presto, herrscht eine für französische Jagd- und Plein-Air-Musik typische trockene Brillanz bis in die Trompentensignale hinein vor. Das pianistisch und orchestral hochvirtuoso Konzert hat Ravel im Form- und Klangsinn des 18. Jahrhunderts als "Divertissement" bezeichnen wollen.

Titlellisting :: Hörproben

PROKODIEV:1.ANDANTE-ALLERO(PIANO CONCERTO NO. 3 IN   [8.53]
PROKODIEV:2.TEMA CON VARIAZIONE (PIANO CONCERTO NO   [8.57]
PROKODIEV:3.ALLEGRO MA NON TROPPO (PIANO CONCERTO   [8.57]
RAVEL:1.ALLEGRAMENTE (PIANO CONCERTO IN G)   [8.00]
RAVEL:2. ADAGIO ASSAI (PIANO CONCERTO IN G)   [8.57]
RAVEL:3.PRESTO (PIANO CONCERTO IN G9)   [3.49]
 
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