JÄCKLE,KLAUS :: MUSIK FÜR GITARRE (180 G)

JÄCKLE,KLAUS - MUSIK FÜR GITARRE (180 G)
Interpret JÄCKLE,KLAUS
Titel MUSIK FÜR GITARRE (180 G)
Format LP
Bestell- Nr. 83054
Veröffentlicht 08/2010
 
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Der Gitarrist Francisco Tárrega (1852-1909)

Aus Anlaß des 100. Todesjahres von Francisco de Asis Tárrega y Eixea, so sein voller Name,
entstand der Gedanke diesem wohl wichtigsten Gitarristen der Neuzeit eine eigene LP zu
widmen.
Tárrega wurde am 21. November 1852 in Villareal, Spanien, geboren und erlernte als
Achtjähriger das Gitarrenspiel. Aus einem musikalischen Elternhaus stammend, hielt ihn sein
Vater an, ebenfalls das Klavierspiel zu erlernen, was später sicher auch Anlaß für seine
zahlreichen Bearbeitungen von Klavierkompositionen war. Tárrega wurde auch oft der
„Chopin der Gitarre“ genannt.
Er starb am 15. Dezember 1909 in Barcelona.
Die besondere Bedeutung Tárregas liegt in der Fortentwicklung der Spieltechnik,
insbesondere der Tonerzeugung, des Anschlags der rechten Hand. Dessen Ziel ist es einen
kraftvollen und zugleich singenden Klang zu erzeugen.
(Dies legte mir auch immer wieder mein Lehrer Ekard Lind nahe, der Schüler von Luise
Walker war, die wiederum von Miguel Llobet gelernt hatte, dem Lieblingsschüler von
Francisco Tàrrega, dem er ein besonders schönes und harmonisch reiches Preludio gewidmet
hat...)
Die weitere große Bedeutung von Tárrega liegt in seinen Werken, sowohl den Bearbeitungen,
wie schon erwähnt, die ein extra Kapitel verdienen, als auch seinen Originalkomposition, von
denen ich hier eine Auswahl getroffen habe.
Perlen voller Poesie sind die oftmals nur 8-taktigen Preludios, wie das vorangestellte in DDur.
Eine eigene Welt auf kürzester Distanz, originär für die Gitarre erdacht.

Dazu zählen auch Endecha, ein Trauergesang, sowie Oremus, „lasset uns beten“, das er nur wenige Tage vor seinem Tode komponierte, sowie Lágrima, die Träne. Freudiger hingegen wirken die Mazurken, Polkas oder Walzer, ein Genre, dem sich auch Chopin wesentlich gewidmet hat. Sueño, der Traum, Adelita und Rosita, ebenso Maria und Marieta mögen vielleicht das Naturell der entsprechenden Namensträgerinnen musikalisch beschreiben. Ebenso der Walzer Las dos hermanitas, die beiden Schwestern.
Der Gran Vals ist, vielen sicher nicht gegenwärtig, eines der verbreitetsten Stücke von Tárrega überhaupt: Takt 13-16 ist der Klingelton von Nokia-Handys. Ein brillanter Walzer im Salon-Stil seiner Zeit, ebenso wie die Jota, das längste Stück auf der Platte. Die Gran Jota ist sozusagen ein Kompendium aller spieltechnischen Möglichkeiten der Gitarre in Form des in Aragon beheimateten Tanzes. Dabei wechselt sich der Tanz mit einem gesanglichen und erzählerischen Teil ab.
Auch Tárrega wandte sich der Bewegung des „Alhambrismus“ zu.
Eine musikalisch-literarische Bewegung, die die Alhambra, jene Burg oberhalb von Granada, als Symbol des goldenen Zeitalters zum Leben erweckte, einer Zeit der friedlichen Koexistenz Menschen verschiedensten Glaubens und Herkunft.
Recuerdos de la Alhambra, die Erinnerungen an die Alhambra, gehört dazu, sowie das Capricho arabe, ein Stück mit Arabesken und maurischem Gesang.
Ein feuriger Tango beschließt meine Auswahl.

Klaus Jäckle

Titlellisting :: Hörproben

PRELUDIO D-DUR   [1.15]
JOTA   [9.99]
SUENO   [2.10]
ENDECHA   [1.18]
OREMUS   [1.02]
MARIA   [1.24]
MARIETA   [4.04]
GRAN VALS   [3.13]
CAPRICHO   [5.33]
RECUERDOS DE LA ALHAMBRA   [5.36]
LAS DOS HERMANITAS   [2.42]
PRELUDIO A MIGUEL LLOBET   [1.57]
ADELITA   [2.00]
LAGRIMA   [1.58]
ROSITA (POLKA)   [1.37]
TANGO   [2.34]
 
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