MUTTER,ANNE-SOPHIE :: VIOLINKONZERT/GESUNGENE ZEIT (180G)

MUTTER,ANNE-SOPHIE - VIOLINKONZERT/GESUNGENE ZEIT (180G)
Interpret MUTTER,ANNE-SOPHIE
Titel VIOLINKONZERT/GESUNGENE ZEIT (180G)
Format LP
Bestell- Nr. 2894790351
Veröffentlicht 05/2012
 
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Alban Bergs Violinkonzert (1935) wird von vielen als das am leichtesten zugängliche und emotional fesselndste Werk der atonalen Musik betrachtet. Berg schrieb dieses Stück -- sein letztes vollständiges Werk -- im Gedenken "an einen Engel". Der Anlaß war der frühe Todes von Manon Gropius, der Tochter Alma Mahlers. Wie bei allen Werken des Komponisten sind autobiographische Elemente seines Seelenlebens in die Partitur eingewoben. Von den tiefgreifenden, nachdenklichen Nuancen der leisen Eröffnungstakte führt uns Anne-Sophie Mutter direkt ins Zentrum von Bergs zweideutigem Lyrismus. Sowohl die Solistin als auch der Dirigent James Levine haben die innere Struktur und den Verlauf des Werkes mit äußerster Klarheit erfaßt, ohne dabei jedoch in kalten oder distanzierten Intellektualismus zu verfallen. Mutter kreiert ein wunderbares Arrangement von Farben und Schattierungen, das den Hörer nicht mehr loslassen will. Zwischendurch kommt immer wieder geisterähnlich die Tonalität zum Vorschein, zuerst getarnt als Volkslied und dann noch einmal im letzten Teil in den Variationen über ein Zitat aus einem Bach-Choral, nach heftiger, mit feuriger Kraft dargebotener Dramatik. Mutters intutitive Umsetzung von Bergs übersinnlicher Reise macht deutlich, daß es sich bei diesem Werk seinem Geiste nach eher um ein Requiem als um ein Konzert im herkömmlichen Sinne handelt. Mutters Beherrschung eines lebhaften, vor Expressivität nur so pulsierenden Tons inspirierte den zeitgenössischen deutschen Komponisten Wolfgang Rihm zu Gesungene Zeit, dem zweiten Werk auf dieser LP. Hierbei handelt es sich um ein faszinierendes neoexpressionistisches Tongedicht aus langen, schimmernden Streicherklängen, die eine Art Äther zu bilden scheinen, auf dem die Solistin dahintreibt, die später jedoch immer wieder durch das Aufbrausen des gesamten Orchesters unterbrochen werden. Jeder Versuch einer Zeitmessung in Takten verliert seinen Sinn, wenn Mutter sirenenhafte Klangstrahlen im höchsten Register intoniert. Wie in Pendereckis Violinkonzert Nr. 2 und anderen zeitgenössischen Werken, in denen sie glänzt, spielt Mutter mit einer fesselnden Direktheit, die Rihms einfallsreiches neues Werk wie maßgeschneidert für sie erscheinen läßt.

Titlellisting :: Hörproben

"BERG: ANDANTE - ALLEGRO VIOLIN CONCERTO ""TO THE   [9.99]
"BERG: ALLEGRO - ADAGIO VIOLIN CONCERTO ""TO THE M   [9.99]
"RIHM: BEGINNING: QUASI SENZA ""GESUNGENE ZEIT"" 1   [9.99]
"RIHM: TAKT 179: MENO MOSSO ""GESUNGENE ZEIT"" 199   [9.56]
 
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